Abstecher nach Golden

Nachdem wir den Wetterbericht ausführlich studiert hatten und im Südwesten Albertas der erste größere Schneesturm für die nächsten fünf Tage angekündigt wurde, mussten wir unseren ursprünglichen Plan, Richtung Banff und Calgary weiterzureisen, vertagen. Stattdessen entschieden wir uns die Rocky Mountains wieder in Richtung Westen zu überqueren. Golden wurde als nächstes Reiseziel auserkohren. Das erste Stück ging dabei noch über den Icefields Parkway. Den ersten Halt machten wir dabei am Herbert Lake.

Dann verließen wir den Icefields Parkway und fuhren auf dem Trans-Canada Highway 1 weiter südwestwärts über den Kicking Horse Pass.

Dort machten wir einen kurzen Zwischenstop, um uns einen kleinen Exkurs über die Spiraltunnel anzuschauen. Die Tunnel wurden unter großem Aufwand angelegt, damit die Züge der Pacific Railway Company über den Gebirgspass fuhren konnten ohne zu explodieren.

Unten rechts im Bild sieht man den Spiraltunneleingang.
Der Boiler einer 1894 explodierten Lock, welcher durch die Explosion 2 km ostwärts geschleudert wurde – als die Spiraltunnel noch nicht existierten.

Dann fuhren wir weiter in Richtung Golden, dabei sahen wir noch ein paar Ziegen direkt am Straßenrand des Highways. Diese liefen auch gern mal auf die Straße und hielten den Verkehr auf, wie wir ein paar Tage später feststellen mussten.

In Golden angekommen wollten wir eine unserer, am Vorabend leer gewordenen, Gasflaschen auffüllen lassen. Dort herrschte aber zu unserer Verwunderung bereits wieder die Pacific Standard Zeit und nicht mehr die Mountain Standard Zeit. Was bedeutet es war schon wieder eine Stunde später und die Auffüllstation hatte schon geschlossen. Also verschoben wir das auf den nächsten Vormittag.

An der Campsite angekommen machten wir es uns in unserem Camper gemütlich. Die Campsite war kostenlos, hatte dafür aber außer Plumpsklos nicht mehr zu bieten und lag direkt neben einem Flugplatz. Die Flugzeuge starteten am nächsten Morgen sehr früh, so dass Imre sich beim Ausschlafen gestört fühlte.


Am nächsten Vormittag besuchten wir das Visitor Center von Golden, wo für uns eine sehr nette Frau die Wetterausichten von verschiedenen Orten für die nächten Tage recherchierte, da wir mit unseren Android Handys das dortige WiFi nicht nutzen konnten. Sie empfiehl uns das freie WiFi an einem Supermarkt in der Innenstadt zu nutzen. Das „Safe on Foods“ war dann unsere nächste Station, um das WiFi zu nutzen und um noch einen Lebensmitteleinkauf zu machen.


Danach entscheiden wir uns das hiesige Wolf Center zu besuchen. Auf dem Weg dorthin begegneten uns am Straßenrand schon ein paar Wildtiere.

Das Wolf Center wurde gegründet, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn die Wölfe dürfen in Kanada gejagt und getötet werden und stehen nicht unter Naturschutz. Dabei gibt es keinen Beweis, dass ein Grauwolf jemals einen Menschen angegriffen hat. Da Wölfe sich nur schwache und kranke Tiere als Beute suchen und somit sogar den Wildbestand in einem gesunden Gleichgewicht halten. Alle Wölfe in dem Center sind von Geburt an an Menschen gewöhnt und haben deshalb keine Scheu. Sie sind alle in Gefangenschaft aufgewachsen und werden unter anderem als Filmtiere und für Vorträge in Schulen eingesetzt.

Viele Geweihe der hier lebenden Paarhufer gab es zu bewundern.
Ein paar Krallenspuren von einem Schwarzbär gab es auch zu sehen.
Und natürlich die sehr anmutig wirkenden Grauwölfe.

Die uns auch zum Abschluss der Führung ein mehrminütiges Heulkonzert zum Besten gaben.

Danach ging die Reise weiter auf dem Trans-Canada Highway 1 südwestwärts, zu unserem nächsten Stop in Revelstoke.

2 Gedanken zu “Abstecher nach Golden

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