Drumheller – Ort der Hoodoos und Dinosaurier

In Drumheller übernachteten wir auf dem Dinosaur RV Park, da die beiden anderen alternativen Campgrounds schon für diese Saison geschlossen waren.

Jessi laß in unserem Reiseführer, dass es in der Nähe einzigartige Gesteinsformationen zu besichtigen gibt – die Hoodoos. Das sind säulenartige Formen aus Sedimentgestein, welche vorwiegend durch Winderosion entstanden sind. Diese kannten wir, mit etwas Kramen im Gedächtnis, bisher nur aus dem schon viele Jahre zurückliegenden Geographieuntericht. Die teils mehrere Meter hohen Gebilde sind in Natura sehr beeindruckend und ein guter Spot für tolle Fotos.

Zumal man die oberen Felsen sogar betreten darf und dort ausgiebig posieren kann – so wie wir das dann natürlich auch taten.

Nach dieser großartigen Besichtigung fuhren wir ins Visitor Center der Stadt. Dort erfuhren wir, dass das Royal Tyrrell Museum montags leider geschlossen ist. Aber wir bekamen ein paar Tipps, unter anderem wo es ein gutes Café gibt und was wir uns stattdessen an diesem Tag noch ansehen konnten. Direkt vor dem Visitor Center steht die weltgrößte Statue eines Tyrannosarurus Rex – mit 26 Metern Höhe. Man kann das Inneren der Statue, für ein paar kanadische Dollar, auch hochsteigen bis ins Maul. Dies ließen wir aber bleiben und machten stattdessen nur ein paar Fotos mit Sturmfrisur – der Wind war schon recht kühl – und gingen ins empfohlene Café.

Dort hieß es aufwärmen bei einer guten Tasse Kaffee. Die hausgemachten Kürbis- und Schokokuchen waren auch sehr köstlich.

Der Horse Thief Canyon war eine andere Empfehlung der Dame im Visitor Center. Den wir uns nach ein paar Autokilometern Fahrt anschauten. Aus dem Truck ausgestiegen sahen wir einen Erdmännchen-Kundschafter. Imre bekam das Erdmännchen gerade noch aufs Bild, ehe es sich in seinen sicheren Bau verkroch.

Der Canyon ist sicherlich nicht der spektakulärste Nordamerikas aber trotzdem sehenswert. Wir konnten ihn größtenteils zu Fuß erkunden und sahen auch hier wieder einige Hoodoos. Die Farbgebung hier, kurz vor dem Sonnenuntergang, war hübsch anzusehen.


Am nächsten Tag konnten wir dann das Royal Tyrrell Museum für Paläontologie besuchen. Das Museum besitzt mit 40 vollständigen Dinosaurierskeletten die weltweit größte Sammlung dieser Art. Viele Fossilien aus der Kreidezeit wurden direkt in bzw. um Drumheller, oder anderswo in den kanadischen Badlands, gefunden. So zum Beispiel auch der Albertosaurus, dessen Fossilien erstmals von Tyrrell hier ausgegraben wurden.

Auch sehr schön anzusehen waren diese 110 bis 112 Millionen Jahre alten Ammoniten in schillernden Farben.

Jessi stellte sich neben die Rekonstruktion von Beinknochen eines Camarasaurus. Ungeheuerlich wie riesig die Exemplare dieser Dinosauriergattung gewesen sind.

Auch sehr interessant diese Skelette von Ceratopsia, welche eine extrem große Diversität aufwiesen und deshalb unter anderem für die Evolutionsforschung von großer Bedeutung sind.

Einige Skelette der bekannten Stegosaurier gab es auch zu bewundern. Deren Köpfe, zu unserer Überraschung, offenbar nur sehr klein waren.

Wasserdinos gab es auch zu sehen…

… und natürlich das Skelett eines Tyrannosarurus Rex‘ – sehr eindrucksvoll.

Das gesamte Museum besitzt wirklich eine unglaublich große und sehr eindrucksvolle Sammlung von multi millionen alten Dinosaurierskeletten und anderen Fossilien. Absolut sehenswert und interessant gestaltet. Man sollte nur möglichst viel Zeit mitbringen. Bei uns waren dreieinhalb Stunden fast noch zu kurz, um alles genau anzuschauen. Von diesem Museumsbesuch war selbst Jessi am Ende mehr als geschafft.

Darauf mussten wir uns in Drumheller erst einmal wieder stärken – mit Burgern satt.

Unsere Weiterreise erfolgte dann zum, etwa 130 km südlich von Drumheller gelegenen, McGregor Lake.

Wir waren die einzigen dort und es war bei bis zu -6°C eine ziemlich kalte Nacht für Anfang Oktober. Wir heizten den Wohnraum des Campers mit dem Gasheizer ordentlich ein und zogen uns warm an – Imre sogar noch mit Mütze – um die Nacht gut zu überstehen. Es sollte aber in den Folgenächten sogar noch frostiger werden.

6 Gedanken zu “Drumheller – Ort der Hoodoos und Dinosaurier

  1. Das ist ja echt super so ein Museum. Das würde unsere Kindergarten Kinder auch interessieren.
    Ich hoffe Ihr wärmt Euch gegenseitig in den kalten Nächten.
    Liebe Grüße von uns.

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  2. Hallo Jessi und Imre,
    nach euren letzten Bildern mit Steinen , Knochen und Schnee und den Minus-
    Temperaturen seid ihr ja schon im Winterurlaub , während bei uns der “ Spätsommer “
    mit Laubfärbung und Steinpilzen anhält.
    Haltet weiterhin tapfer aus — und dann ab in die Wärme !
    LG Oma und Opa

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    1. Hi Opa, jetzt an der Westküste ist es zwar nicht mehr so kalt, dafür aber nass. Heute ist Wahltag für die kanadische Regierung, mal sehen was für einem Trend die aufgeschlossen Kanadier folgen…
      Noch viel Erfolg bei der Pilzsuche!
      Liebe grüße an Oma und fühlt euch gedrückt.

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