Vancouver Island – last stop: Victoria

Tags darauf sind wir relativ früh am Morgen nach Victoria gefahren, um noch eine Chance zu haben an einer Whalewatching-Tour teilnehmen zu können. Die Parkplatzsuche in der Hauptstadt von B. C. gestaltet sich mit dem 7,5m-Camper auch als Herausforderung. Schließlich fanden wir einen öffentlichen Parkplatz, welcher allerdings nicht für Camper ausgelegt war. So musste Imre etwas rangieren und Jessi verlor beim einweisen fast die Geduld. Nachdem wir das geschafft hatten konnten wir das Ticket für 24 CAD mit Gültigkeitsdauer von 8 Stunden ziehen.

Dann spazierten wir entlang des Hafens zum Info Center, um uns noch rechtzeitig über eine Whalewatching Tour zu erkundigen.

Wir hatten Glück und für den Tag gab es noch zwei Touren zur Auswahl. Wir haben uns für die etwas kürzere entschieden, welche immerhin auch über 3,5 Stunden ging und um ein Uhr nachmittags begann. Vor der Tour hatten wir noch etwas Zeit um in einem Restaurant zu Mittag zu essen. Die Fish and Chips und Chicken Nuggets (für Jessi) waren ziemlich gut und so gestärkt konnten wir die Tour starten.

Nach circa 5 Seemeilen vom Hafen entfernt sahen wir auch schon das erste Buckelwalpärchen. Insgesamt sahen wir ungewöhnlich viele Walpaare und unser Guide war ganz aus dem Häuschen. Zum Teil sind die Buckelwale ziemlich nah an das Boot heran gekommen. Leider war es oft eine sehr wackelige Angelegenheit auf Deck, so dass es schwierig war die Wale aufs Bild zu bekommen. Zumal sie sich immer nur kurz an der Oberfläche blicken ließen. Bis auf ein paar Schwanzflossen und Rückenflossen ist leider nicht viel mehr auf den Bildern zu erkennen. Aber es war ein gigantisches Erlebnis für uns. Denn auf dem recht kleinen Boot waren wir von 9-10 m langen und 30-40 Tonnen schweren Buckelwalen umgeben, welche sich teilweise sogar bis auf 50 Meter näherten.

Entlang einer kleinen Insel mit Leuchtturm ging die Tour weiter. Die Insel war Lebensraum unzähliger Seelöwen. Hier konnten wir die Seelöwen mal nicht bloß hören sondern auch tatsächlich sehen. Unser Guide hatte ein sehr breites Wissen und erzählte uns mancherlei Interessantes über diese Tiere.

Ein paar wenige Robben (unten im Bild) leben ebenfalls hier.

Bei der Weiterfahrt verfing sich eine Meeresalge in einer der beiden Schiffsschrauben, welche dadurch ausfiel. Für die Rückkehr zum Hafen schipperte das Boot dann mit halber Schubkraft. Generell war die Bootsfahrt eine recht wackelige Angelegenheit, so dass Imre ein wenig mulmig dabei wurde. Nach 3,5 hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen und Imre war erlöst.

Im Hafen sahen wir noch einen munter umher schwimmenden Seeotter als Zugabe.

Wieder in Victoria angekommen beschlossen wir uns dann noch Chinatown anzusehen. Das Chinatown von Victoria ist das älteste Kanadas und bei Touristen sehr angesagt.

Nach Chinatown bummelten wir noch ein bisschen durch die Stadt und sahen Lichterketten an Bäumen, Kutschen und sogar am gesamten Parlamensgebäude.

Dann ging die Fahrt zurück zum Campground. Dort gab es leider noch eine kleine Auseinandersetzung, weil unser Stellplatz doppelt besetzt wurde. Dies ließ sich aber dann zu Glück zu unserer Zufriedenheit klären.


Frühmorgens begann unser letzter Tag mit dem Truckcamper. Diesen sollten wir bis Mittag zurück geben. Um die neun-Uhr Fähre von Swartz Bay nach Vancouver zu schaffen standen wir um sechs Uhr auf. Durch ein leider ungutes Zeitmanagement unsererseits – mit Dumpstation benutzen und Frischwasser auffüllen – und dem unterschätzen Berufsverkehr kamen wir erst kurz nach halb neun am Fährableger an. Somit verfiel unsere 17 CAD teure Reservierung, denn dafür hätten wir laut Regularien spätestens 30 Minuten vorher da sein sollen. Wir konnten nach dem Ticketkauf (126 CAD) zwar noch direkt an die Fähre heran fahren aber uns wurde kein Platz mehr gewährt. So mussten wir auf die nächste Fährfahrt um elf Uhr warten. Wir waren aber nicht die Einzigen und im Café von BC Ferries konnten wir dann wenigstens noch unser Frühstück nachholen. Pünktlich um elf Uhr ging die Überfahrt dann los und dauerte anderthalb Stunden. Währenddessen gingen wir für ein paar Fotos auf’s obere Deck, wo es allerdings sehr windig war.

Pünktlich fuhr die Fähre halb eins ein und der Campervermieter im Vancouver Delta war nur noch eine halbe Autostunde entfernt.

Die Verspätung bei der Camperabgabe war kein Problem, nur der Transfer nach Downtown war nicht mehr möglich. Aber für uns wurden freundlicherweise die nächsten Busverbindungen recherchiert und ausgedruckt. Mit insgesamt 5.730 gefahrenen Kilometern haben wir bei der Abgabe Erstaunen hervorgerufen. Die 730 Mehrkilometer bezahlten wir und eine große Kiste mit unseren restlichen Lebensmitteln wurde an die Tafel gespendet.

Schließlich fuhren wir mit dem Bus zu unserer B&B-Unterkunft. Den nächsten Tag haben wir noch ein paar Erledigungen in Vancouver gemacht. Danach ging es am Freitag zum Flughafen für unsere nächstes Reiseziel: Peru.

2 Gedanken zu “Vancouver Island – last stop: Victoria

    1. Hallo Mutti,
      Danke für deinen Kommentar. Kanada ist wirklich ein großartiges Land. Die Landschaft ist unfassbar schön, die Menschen sehr nett und es ist sehr sicher. Wäre bestimmt etwas zum Auswandern, vielleicht als Rentner?!
      Viele Grüße und fühle dich auch gedrückt von mir,
      Imre

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